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Freies WLAN im Bestwiger Zentrum und Hot Spots in den Dörfern

Werbegemeinschaft Bestwig und Freifunk Bestwig treiben Vernetzung voran

Das Smartphone in der Hand, schnell eine WhatsApp-Nachricht geschrieben oder den Facebook-Status aktualisiert, mal eben eine Information im Web aufgerufen: So sieht ein Einkauf, ein Gang zur Bank, zum Arzt oder zum Restaurant aus. Freier Zugang zum Internet ist dabei stets willkommen, denn das vertraglich zugesicherte Datenvolumen ist meist schnell erschöpft. Die Werbegemeinschaft Bestwig will in Kooperation mit dem Freifunk Bestwig ein möglichst umfassendes WLAN-Netz im Ort vorantreiben.

Mit freiem WLAN bieten gastronomische Einrichtungen, Geschäfte und Dienstleister, aber auch ganze Städte ihren Bürgern und Gästen einen attraktiven Service. Bestwig jedoch ist eine Großgemeine ohne richtiges Zentrum und mit einer großen Fläche. Ein professionelles, freies WLAN-Netz wäre nicht nur technisch unrealistisch, es wäre auch teuer und wenig sinnvoll.

In Zusammenarbeit mit Freifunk Bestwig möchte die Werbegemeinschaft Bestwig ein Konzept zur punktuellen und sinnvollen Versorgung des Ortes umsetzen. Ziel ist, ein Zentrum und in den Ortsteilen Nebenzentren mit möglichst vielen und möglichst eng vernetzten Hot Spots zu installieren.

So soll es zum Beispiel vom Platz am Alten Sägewerk über den Rathausplatz bis hin zum Bahnhof ein möglichst lückenloses Netz geben. Aber auch in Velmede um die Gastronomie Highway Man, im Ortskern von Ostwig, in Nuttlar und Ramsbeck wären Hot Spots, bestenfalls sogar Netze wünschenswert.

Im Gegensatz zu professionellen Anbietern, arbeiten die „Freifunker“ ehrenamtlich. Sie setzen auf ein simples Prinzip: Bürger stellen einen Teil ihres eigenen Internetzugangs der Allgemeinheit zur Verfügung. Überall, wo ein Freifunk-Router steht, profitieren Gäste, Kunden, Passaten von freiem Internet. Mehrere Router bilden Netzwerke und decken so eine größere Fläche ab. Je mehr, desto besser. Der Internetanschluss des jeweiligen Unterstützers wird dabei kaum belastet.

Freifunk ist in vielen Kommunen auf dem Vormarsch. Winterberg und Arnsberg haben erste Netze etabliert. Auch Brilon arbeitet an einer Lösung. In Bestwig sollte es genauso möglich sein, findet die Werbegemeinschaft. Da insbesondere Gewerbetreibende Interesse daran haben dürften, ihren Kunden diesen Service zu bieten, ruft sie ihre Mitglieder dazu auf, mitzumachen. Rund zehn Zusagen liegen bereits vor. Freifunk Bestwig hat zudem viele Privatleute gefunden, die die Sache unterstützen. Doch es sollen mehr werden…

Router sind schon ab 25 Euro erhältlich. Die Werbegemeinschaft Bestwig nimmt von ihren Mitgliedern Bestellungen unter info@besser-in-bestwig.de entgegen und vermittelt sie dem Freifunk Bestwig. Die ehrenamtlichen Helfer bringen die Router dann zum Empfänger und schließen sie auf Wunsch sogar noch an. Um Betriebe zu motivieren mitzumachen, erstattet die Werbegemeinschaft den ersten zehn Interessenten unter ihren Mitgliedern jeweils die Hälfte des Anschaffungspreises.

Für Mitgliedsbetriebe sollen Aufkleber, Aufsteller oder Plakate mit dem Hinweis auf freies WLAN produziert werden. Auch beim diesjährigen Bestwiger Gastgarten wollen Werbegemeinschaft und Freifunk Bestwig in einer gemeinsamen Aktion auf die Sache aufmerksam machen.

Natürlich sind auch Nichtmitglieder und Privatleute aufgerufen, die gute Sache zu unterstützen. In dem Fall ist allerdings nicht die Werbegemeinschaft Ansprechpartner. Interessenten nehmen direkt Kontakt zu den Freifunkern auf, sei es über Facebook, über die Webseite oder per E-Mail an hallo@freifunk-bestwig.de. Weitere Informationen: www.besser-in-bestwig.de. Unter www.freifunk-bestwig.de gibt es eine interaktive Karte, die fortlaufend aktualisiert die derzeit vorhandenen Hot Spots zeigt.

Um den gemeinnützigen Zweck von Freifunk zu fördern hat sich die Werbegemeinschaft Bestwig zudem entschlossen, dem Dachverband Freifunk Rheinland e.V. beizutreten, zu dem auch die Bestwiger Freifunker gehören. Weitere Mitglieder sind stets willkommen.

3 Gedanken zu „Freies WLAN im Bestwiger Zentrum und Hot Spots in den Dörfern“

    1. Lieber Herr Stinn! Gern geben wir Ihnen auf Ihre Frage eine Antwort. Leider wissen wir nicht genau, was Sie mit “verlaufen” im WLAN meinen. Können Sie uns das bitte näher erklären?

  1. Hallo Herr Stinn,

    Sie sprechen sicherlich den Umstand an, dass Kinder/Minderjährige
    in einem freien Netz keinerlei Beschränkungen haben und sich jederzeit einwählen können.

    Das ist ja auch genau so gewollt. Freifunk bietet ein freies Netz ohne Filter an.

    Was ist jetzt also mit dem Jugendschutz?

    Wenn wir hier zensieren oder filtern würden,
    machen wir all das zunichte, wofür wir stehen.

    Was wir aber immer wieder beobachten – und das ist der eigentliche Skandal – ist die Tatsache,
    dass Minderjährige von ihren Eltern keinerlei Medienkompetenz vermittelt bekommen.

    Was heißt es im Internet unterwegs zu sein?
    Was bedeutet es, wenn man ein Foto bei Facebook öffentlich einstellt?
    Wie schlimm ist es in sozialen Netzen gemeinschaftlich den Mitschüler zu mobben?

    Das interessiert viele Eltern anscheinend überhaupt nicht. :(

    Und die Frage, die sich mir immer stellt:
    Warum kaufen Eltern dem 10-jährigen Kind einfach mal so ein Smartphone?
    Weil sie meist gar nicht einschätzen können, welche “Büchse der Pandora” da geöffnet wird und wo Gefahren lauern.

    Was pornografische Inhalte (oder alles was in den Bereich Jugendschutz fällt) angeht,
    kann ich nur empfehlen ein Schutzsoftware/Filtersoftware auf dem Handy des Nachwuchses zu installieren.

    Da gibt es wirklich gute Programme. Teilweise sind diese sogar bereits eingebaut.

    Filter und Sperren, die auf dem heimischen Router eingerichtet werden, haben auch Minderjährige schnell durchschaut.
    Die Anleitungen zum Umgehen der Sperren kursieren auf dem Schulhof und natürlich bei Youtube.

    Jugendschutzfilter auf dem Smartphone des Nachwuchses funktioniert dagegen in jedem Netz. Egal ob es das heimische Netz, oder der Freifunk ist.

    Beste Grüße
    Andreas Hengsbach (Freifunk Bestwig)

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